Logbuch-Archiv 2005 - April bis Juni

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April  (Pflücken verboten!) Turbo-Harald schaufelt uns eine Windschneise Im Frühtau zu Berge ...     (Schwedisches Studentenlied, Worte übertragen von Walther Hensel - und verradelt von Doc Lahmi, Weise Oluf Thumann 1905)

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Logbuch (Def.): Schiffs- oder Mountainbiketagebuch, in dem Reiseziele, navigatorische Erkenntnisse und besondere Vorkommnisse während einer Fahrt eingetragen werden. Alle wichtigen Begebenheiten werden festgehalten, wie z. B. Wartung oder Ausfall einer Maschine, Kollisionen, besondere Funksprüche ... Jüngste Ausweitung des Begriffs ist das Weblogbuch, kurz Weblog oder Blog. Das Blog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.
 

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Black Forest ULTRA Bike Marathon 2005 - Kirchzarten - Vorbereitung
Black Forest ULTRA Bike Marathon 2005 - Kirchzarten - Nachbereitung

unterwegs8. Black Forest Ultra Bike Marathon, Kirchzarten

Und Start !!!!! Endlich! Es läuft locker, die Beine sind gut. Die ersten Marathonisti fallen schon zurück. Erster Anstieg Hinterwaldkopf. Steil! Es läuft weiter gut. Sollten sich die Wochen der Vorbereitung so sehr auszahlen? Anstieg bei Kilometer 10, alles passt. Die erste kleine Abfahrt. Einer überholt. Dann der Ruf eines dritten: "Platz! Komme von links!" Er schießt vorbei, rempelt! Manus Lenker wird touchiert. Der Sturz, Überschlag, Klickies lösen aus, Aufschlag, Schmerz. Das Bike schießt die Böschung hinab. Das Aus! Prellungen an beiden Armen, Schulterzerrung, Schürfwunden beide Knie, großes Hämatom linke Hüfte bis Rücken. Vorderrad Totalschaden. Abbruch bei km 11. Und der ehrgeizige Übeltäter weiß vermutlich nicht einmal, was er angerichtet hat. Ist es das wert?
Obwohl es für mich (Ankunft nach der Ultra-Distanz im gesunden Mittelfeld) sehr gut gelaufen ist, bleibt uns dieser Marathon in Erinnerung als jener, bei dem mehr Tränen als Schweiß flossen.

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WarmUp mit Weltmeistern (Hanka Kupfernagel, Udo Bölts)

Warm Up im Windschatten von Weltmeistern
Als Auftaktveranstaltung zum Marathonwochenende in Kirchzarten fahren ein paar Hundert Radsportfans aller Kategorien eine lockere Runde durch Freiburg. Knapp 30 km folgen wir Stars wie Hanka Kupfernagel, Udo Bölts und Mike Kluge durch die abgesperrten Straßen. Bei Einbruch der Dämmerung erreichen die munteren Radler dann den Freiburger Münsterplatz zu einem gemütlichen Hock mit Bühne, Bier und Bretzeln. Professionell kommentiert wird das Ereignis live von der "Stimme des Radsports": Karsten Migels (eurosport)

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die Welt wie sie Nachtbiker sehen

Jeden Mittwoch 19:30 am Schwabentor Kurz vor dem Marathon in Kirchzarten wird unsere "kleine Abendrunde" immer heftiger: 35 km und 1000 hm bis zur Rappenecker Hütte. Belohnt werden die fitten Mitstreiter mit grandiosem Talblick, prächtigem Sonnenuntergang, eingefrorenen Zehen, und einer rasanten Welt-Cup-Downhill-Abfahrt bei Nacht nach Oberried. Eine wirklich sportliche Veranstaltung, die inzwischen bekannter ist, als wir wussten. Zurück am Schwabentor von hinten: "Ey, seid ihr etwa die Nachtbiker aus dem IBC-Forum ?

... Cool !"

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Radlerhock RV-UnteribentalRadlerhock in Unteribental
Die Mountainbiker um Alfred Schlegel laden im Rahmen ihres Sportfestes zu geführter Tour. Die Resonanz ist riesig, knapp 70 fitte MountainbikerInnen folgen dem Ruf. Die kleine und große Runde werden jeweils nach den ersten Kilometern in 2 homogene Gruppen aufgeteilt. Die Führung ist routiniert und tadellos: ein ortskundiger Biker führt die Gruppe, ein weiterer passt am Schluss auf, damit niemand verloren geht, vor kniffligen Passagen wird gewarnt.
Zunächst geht es steil bergauf nach St. Märgen. Dann erst zum, anschließend um und letztlich über den Kandelberg. Dort erwartet uns schon die 2. Versorgungsstation mit allerlei Getränken. Zurück fahren wir über St. Peter und den technisch anspruchsvollen Trail hinab vom Lindenberg.
Nach 62  km, 1800 hm und 3h 55 min sind wir mit einem knackigen Durchschnittstempo von 16 km/h wieder zurück im Sporthaus am Gummenwald-Sportplatz. Dort erwarten uns schon die Biker der kleinen Runde und allerlei Sportler, Freunde, Bekannte und Interessierte. Es gibt Kaffee, Kaltgetränke, Kuchen, Salat, Pommes, Gegrilltes, ... alles was das Herz begehrt.

Ein großes Dankeschön an die Macher dieser gelungenen Veranstaltung !

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Im Frühtau zu Berge ...     (Schwedisches Studentenlied, Worte übertragen von Walther Hensel - und verradelt von Doc Lahmi, Weise Oluf Thumann 1905)

Im Frühtau zu Berge ... wir zieh`n auf den Schauinsland, fallera!


1. Im Frühtau zu Berge wir radl´n, fallera,
es grünen die Wälder, die Höhn, fallera.
Wir biken ohne Sorgen
keuchen in den Morgen
noch ehe im Tale die Hähne kräh´n.

2. Ihr alten und hochweisen Leut, fallera,
ihr denkt wohl wir sind nicht gescheit, fallera,
Wer wollte aber singen,
wenn wir schon Grillen fingen
in dieser herrlichen Frühlingszeit?

3. Werft ab alle Sorgen und Qual, fallera,
und kurbelt mit uns durch das Tal, fallera,
Wir sind hinausgegangen,
den Sonnenschein zu fangen:
Kommt mit und versucht es auch selbst einmal !
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Abdullah! Lange nicht gesehen und doch wieder erkannt.

Rp.: 1 x/tägl. Rosskopf Wenn man eigentlich nix machen will, fährt man doch wenigstens kurz auf den Rosskopf. Unterwegs treffen wir nach langer Zeit Abdullah wieder (hier ein altes Bild). Etwas verspätet, aber um so eifriger bereitet er den Black-Forest-Marathon vor ... und weiß viele lustige Geschichten zu erzählen ... so z.B. von dem Besitzer eines Fahrradgeschäfts, den er gestern mit Platten, ohne Ersatzschlauch und ohne Luftpumpe antraf, während dieser seinen Reifen mit Tannengrün befüllte, um ihn behelfsweise wieder fahrbar zu machen. Abdullah half aus und erhielt heute 2 Schläuche zurück. Und zu  90% ist er auch morgen mit von der Partie.

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Nachbesprechung der Tour

Zeus` Rache
Mit lange nicht mehr da gewesener Starbesetzung starten wir unsere Sonntagstour: Tobi, Tobbi, Stefan, Mirko, Harald, Artur, Manu, Lahmi. Einer jedoch hat noch bei der Anfahrt - wohl nicht unerheblich - eine Prozession gestört. Und so grollt und blitzt es nach dem Kandelhöhenweg derart, dass wir unsere Tour abbrechen müssen. Zurück im Ganter-Biergarten scheint Zeus besänftigt und gönnt uns wieder Sonne zu unseren Erfrischungsgetränken.

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4M von oben (Martini-Alarm)

Tier-SuchbildMartini-Alarm
Familie Martini (nmbiking.de) aus dem Saarland erscheint zu einem Blitzbesuch im Schwarzwald. Der Schauinsland muss es schon sein. Bei herrlichem und heißen Wetter fahren wir frühmorgens ein paar Trails, dann übers Rappeneck, später die Abfahrt nach Oberried.

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Bzzzzz (1)
Klatschmohn-Manu - Bzzzzz (2)

Titisee
Manu bestimmt die Tour. Das hat Vorteile. Denn dann ist die Schuldfrage, wenn etwas nicht wie geplant abläuft, und das ist eigentlich immer so, bereits geklärt. Wir bezwingen so manchen Berg
Liftbis wir in großem Bogen endlich am Titisee ankommen und unsere mitgebrachten Sandwichs verzehren. Unser Taschengeld müssen wir für Sonnencreme ausgeben, da ja niemand damit rechnen konnte, dass man bei blauem Himmel und 30 °C Sonnenbrand bekommt. Doch es ist zu spät. Die Sonnenstrahlen haben schon zu lange durch die Lüftungsschlitze meines Sturzhelms auf die Glatze gebrannt und bereits Klingonen-Streifen hinterlassen - Jaja, liebe Kinder, so entstehen die!
Das brave Anstellen am Thoma-Lift in Hinterzarten hat leider nichts genützt, wir mussten auch diesen Berg letztlich mit eigener Kraft erklimmen.

(Ach ja, und danke liebe Brummer fürs ständige durchs Bild fliegen!)

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Harmonie
Tobbi bei coolem Stunt am Feldsee - befindet sich kurz davor, sein großes Kettenblatt in die Holzstufe zu fräsen
Smalltalk
Greifvogel im Stollenbacher Hof

Über den Soll- und Ist-Zustand des Wetters/80km/1530hm/4h44min
Soll-Zustand: bedeckt, RegenWettervorhersage: bedeckt und Regen den ganzen Tag. Oh nein! Das hatten wir doch gerade erst. Jedoch, wohl dem, der nicht immer in den PC glotzt, sondern auch mal aus dem Fenster! Ist-Zustand: meist sonnigWir sehen: Sonne, Sonne, Sonne. Aus dem Fenster geschaut haben Tobbi, Manu und Lahmi. Also rauf auf´s Rad und erst mal den Hinterwaldkopf hochstrampeln. Alle sind zufrieden: Lahmi 48 min, Tobbi 49 min, Manu 60 min. Pause machen wir am Feldsee (
bikeXtra-Feldsee-Infos <klick hier>). 2 Minuten nachdem wir weitergefahren sind fragt Tobbi, wann wir in einer Hütte mal Rast machen und etwas essen? (Toooooobbbiiiiii !) Wir testen erfolgreich eine neue Schleife zum Rinken und nehmen uns vor, künftig öfters neue Pfade zu wagen.
Über die Kirchzarten-Marathonabfahrt rasen wir ins Zastlertal, um sofort wieder 600 Höhenmeter hoch zum Stollenbach zu kurbeln. Dabei erwischt uns doch noch ein Schauer. Oben, wo wir vor ein paar Wochen noch im Tiefschnee hinabgewedelt sind, lassen wir nun unsere Bikes mit lockeren Zügeln rollen. Sie führen uns in den urgemütlichen Stollenbacher Hof. Dort gibt es allerlei Köstlichkeiten, z.B. Brägele (Bratkartoffeln). Auf unsere Frage nach der Gewürzmischung kommt die Chefin des Hauses, die zugleich die Köchin ist, herbeigeeilt und gibt uns freundlich einige Kochtipps. Uns gefällt die Hütte. Wir nehmen uns vor, demnächst eine größere Tour mit Übernachtung hierher zu unternehmen. Am Ausgang lesen wir noch, ...

< Warum der Hüttenwirt jedes Wetter liebt >

Ein Wanderer: "Wie wird das Wetter heute?"
Der Hüttenwirt: "So, wie ich es gerne habe."
"Woher weißt Du, dass das Wetter so sein wird, wie Du es liebst?"
"Ich habe die Erfahrung gemacht, mein Freund,
dass ich nicht immer das bekommen kann,
was ich gerne möchte. Also habe ich gelernt,
immer das zu mögen, was  ich bekomme.
Deshalb bin ich ganz sicher:
Das Wetter wird heute so sein, wie ich es mag."

Was immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen.

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Achtung: Anästhesisten im Wald

Dubioses aus dem Schwarzwald: intubierte Baumstämme
Weil es so schön war, wiederholen wir die letzte Mittwochstour. Mit dabei ist ein neuer Tilman - kein Tilmann, sondern nur ein "n". Tilman fährt mit seinem neuen Cube Reaction sehr sportlich. Wir fahren 2h, 25km, 100% Trail.

Valentins-Trail > halb hoch zum Kybfelsen > Krieg-der-Sterne-Trail > Klingglöckchen-Trail > Sternwaldtrail. (Der Abschluss via Hexenwegle-Trail > Katharinenbrunnen-Trail wird allgemein verweigert)

Nach einer kleinen Radreinigungs-Aktion landen wir direkt im Ganter-Biergarten.

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Wasserfälle Triberg
zahme Eichhörnchen in Triberg
Löwenzahnblüten (mehrere)

Alpencross-Test im Schwarzwald - Tag 2
Nachdem wir die Triberger Wasserfälle nochmals bei Tageslicht besichtigt und dabei entzückt die handzahmen Eichhörnchen gefüttert haben, befolgen wir einen Tipp unseres Hoteliers Pfaff: Mountainbiken und Wandern im Urlaub im Ferienland im SchwarzwaldDas Touristenbüro Triberg hat geöffnet und wir kaufen dort die beste Mountainbike-Karte, die wir für den Schwarzwald bislang gesehen haben. Speziell der Großraum um Triberg rüstet hier für Mountainbiker vom Feinsten auf: Wegbeschilderungen mit Schwierigkeits-Einstufungen, Höhenprofile, GPS-Daten, ... KLASSE! Nun finden wir mit wenig Suchen die attraktiven Trails und Forstwege über Schönwald, Brend, Gütenbach und Neukirch.
Ich möchte an dieser Stelle besonders auf das Foto unten links hinweisen, auf dem ich mich zufällig durch ein Meer von Löwenzahnblüten ins Tal stürze. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass man beim Radeln auch mal schwitzt. Schweiß ist salzig und leitet den Strom ganz gut. Das ist nun der Grund, warum man sich von Bullen-Stromzäunen besser fern hält. Hört auf mich! Man vergisst`s nicht so schnell!
Auf dem Weg ins Hexenloch regnet es sich dann so richtig ein. Es schüttet. Pause im Felsenstüble. Wieder entpuppt sich der Gastwirt als Radsport-Fan. Endspurt für die Härtesten: Es gießt nun ununterbrochen in Strömen. Man kann kaum noch geradeaus sehen. Aus dem Hexenloch hoch nach Neuhäusle, weiter nach St. Märgen. Auf der Hauptstraße nach St. Peter fahre ich hinter Manu. Ihr Hinterrad wirft mir so viel Wasser ins Gesicht, dass ich mich plötzlich an meine Kindheit erinnert fühle, als wir uns noch gegenseitig den Gartenschlauch ins Gesicht hielten. Krönender Abschluss ist die Kandelhöhen-Pfütze: 14 km nonstop Schlammwasserrutschen über den Bergkamm nach Freiburg. Unterkühlung!

- Ich denke, Mensch und Material haben den Alpen-Tauglichkeitstest bestanden.

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Abfahrt Freiburg
über die Elz
Rohrhardsberg (1155 m)
Wasserfälle Triberg, bei Nacht

Alpencross-Test im Schwarzwald - Tag 1
Im Sommer haben wir wieder etwas Großes vor. Als Test für unsere geplante Alpenüberquerung mit dem Mountainbike soll diese zweitägige Schwarzwald-Tour dienen. Und so packen wir wirklich alles in unsere Rucksäcke, was wir -nein, nicht für 2 Tage sondern- für 3 Wochen benötigen. Das Volumen sieht recht beeindrückend aus auf unserem Rücken. Doch bringt es Manu nur auf 4,5 kg und ich auf 6,4 kg einschließlich Rucksack. Als Chefmechaniker darf ich natürlich alle Werkzeuge, Fotoausrüstung, Ladegeräte u.s.w. schleppen.
Früh am Morgen kurbeln wir bei etwas Sonne von Freiburg über Waldkirch durchs Elztal bis Gutach. Sehr fein radelt es sich entlang der "Elz", die derzeit richtig reißend ist. Weiter geht`s entlang der "Wilden Gutach" in Richtung Wildgutach (aha!). Bei Altsimonswald schwenken wir links in die Berge nach Haslach. Bald erwischt es uns dann zum ersten Mal und wir dürfen unsere Alpenausrüstung mehr testen, als es uns lieb ist: Ein Platzregen ergießt sich gnadenlos über uns. Aber Rucksack-Schutzhauben und Regenjacken halten dicht. Pünktlich zum ersten wirklich schweißtreibenden Anstieg hoch auf den Rohrhardsberg (1155 m) kommt wieder die Sonne heraus und wärmt uns zusätzlich a weng. Oben angekommen umhüllen uns die Wolken, nennen wir es Nebel - oder doch mehr Wolken, denn alsbald schütten sie sich über uns aus. Zig Kreuzungen, oft ohne Beschilderung, und schon haben wir die Orientierung verloren. Rätselhaft auch Ausschilderungen wie: << links zur Spechttanne 8,5 km - rechts zur Spechttanne 4,3 km >> (aha!). Das ginge ja nur, wenn die Erde eine kleine Kugel wäre. Ist sie aber nicht. Alle wissen, das sie eine 12.756 km große Scheibe ist! Also, so kommen wir nicht weiter. Ich notiere für den Alpencross: Kompass nicht vergessen! Bestimmt 1½ Stunden irren wir umher - überflüssig zu sagen, dass bei diesem Wetter sonst niemand unterwegs ist, den wir fragen könnten. Dann finden wir doch noch den Gipfel. Über die Schwedenschanze weiter nach Schonach (hier: "Die erste größte Kuckucksuhr der Welt") und dann Triberg (hier: "Die größte Kuckucksuhr der Welt" - aha!).
Inzwischen scheint auch wieder die Sonne. Wir finden eine romantische Bleibe im Hotel Pfaff. Herr Pfaff ist ganz begeistert, wie schmutzig wir aussehen und berichtet über seine früheren Zeiten als Enduro-Fahrer. Für unsere Bikes gibt es einen eigenen Raum. Hierzu müssen wir unsere schmutzigen Mountainbikes unten durch`s Trachtengeschäft manövrieren, nachdem Chef den Laden extra für uns aufgeschlossen hat. Es ist leicht, sich im Schwarzwald wohl zu fühlen!
Nach einem deftigen Abendessen erwartet uns noch ein Highlight: Wir besuchen Deutschlands höchste Wasserfälle des Nachts bei Flutlicht.

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schon geimpft ?

>>> ich will mehr wissen >>>

Trotz Regen radeln wir uns für den morgigen Alp-Equipment-Test warm. Andi hat im Wissen, dass man zum Nightride immer mit Licht erscheinen muss, nun vorsichtshalber auch am Tage seine Lampe samt Bleiakku belassen. Das trainiert besonders! Christian ist neu. Nach 8 Jahren zurückgekehrt sucht er den üblichen RIG-Treffpunkt. Der ist inzwischen am Wiehre-Bahnhof. Dafür gibt es aber uns. Wir nehmen ihn gerne mit. "Ob wir immer samstags fahren?", "Wir verabreden uns zwar fast jeden Samstag, aber immer ca. ½ Stunde früher oder später. So bleibt`s interessant."
(Harald war noch dabei und Manu mit Lahmi)

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Schwarzwald - Grünwald   (Blick ins Dreisamtal)

Trail`s open
Nach 7 Jahren Regen verziehen sich endlich die Wolken und wir Biker haben wieder freie Fahrt. Am Hexenwegle treffe ich ein paar fitte (nur solche fahren hier) Bikerinnen. Wir sprechen über eine geplante Frauen-MTB-Gruppe.

Dann fahre ich auf verschlungenen Pfaden tief in den ergrünenden Schwarzwald hinein. Frühlingsgenuss pur! Ich treffe kaum noch andere Naturfreunde. Nebenbei Tour für Mittwoch vorbereitet.

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Turbo-Harald schaufelt uns eine Windschneise
Wir studieren die große Runde auf der Karte. Re-StartHarald und Artur und Raps und Schwarzwald

Tuniberger Spargelfahrt
Zum 25. Mal veranstaltet der Radclub Opfingen (RCO) seine Frühjahrs-RTF. Wir, Harald, Artur, Mirco, Andreas und ich treffen uns früh um 7:30 Uhr, um nach 13 km Anfahrt gegen 8 Uhr einzuchecken. 4 € sind zu zahlen.
Wir haben eine Strecke von 112 km vor uns - los geht`s! 10 Augen folgen aufmerksam der Beschilderung und wundern sich nicht wenig, als die ersten Forstwege mit dem Rennrad zu befahren sind. Nach 25 km sind wir schon im Ziel und müssen feststellen, dass wir wohl die kleine Runde gefahren sind. Wir studieren die große Runde auf der Karte.
VerpflegungsstationLos geht`s - wir haben 112 km vor uns. Bald sehen alle 10 Augen die Abzweigung zur langen Distanz. Waren wir vorhin alle blind?
Es folgt eine RTF mit einigen Besonderheiten: Tee wird auf Gasbrennern erwärmt und mit kleinen Kellen ausgeschenkt, von denen auch schon mal der Verteilende ein bisschen schlürft. Das füllen von 2 Trinkflaschen dauert da schon ein paar Minuten. Bei dem etwas spärlichen Andrang ist das aber kein Problem. Bei 28 °C im Schatten ist der warme Tee allerdings nicht gerade erfrischend. Riegel und Brötchen kosten extra. Da waren wir bei unseren früheren 4-€-all-inclusive-RTFs mit Bergen von belegten Brötchen, Schmalzbroten, Kuchen und Früchten doch besser versorgt. Dafür haben wir heute aber Berge des Schwarzwalds und der Vogesen, zwischen denen unsere landschaftlich wunderschöne Tour entlangführt. Vor allem Haralds sensationeller Kondition ist es zu verdanken, dass uns kein einziger Fahrer überholt und wir schließlich nach insgesamt 152 km auf einen Schnitt von über 29 km/h kommen. Tourabschluss und Korrektur des Flüssigkeitshaushalts im Ganter-Biergarten.

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Lahmi durchquert den Feldsee
endlich mal wieder ein Mirco-Bild - Mirco oberhalb des Zastlertals

Zum Feldsee
Der Hinterwaldkopf dient uns erneut als
Brücke über den Abfluss des Feldsees (Seebach, mündet in den Titisee)Trainingseinheit. Heute läuft`s gut (48 min). Weiter geht`s zu einem längst überfälligen Ziel: dem Feldsee. Und der ist wirklich einen Abstecher wert. Geologen jetzt mal Lupe holen:
 

FeldseeDer Feldsee liegt auf 1111 Metern über dem Meeresspiegel, ist nahezu kreisrund, hat einen Durchmesser von 380 Metern und ist maximal 34,5 Meter tief. Während nach Osten eine Moräne den See zur offenen Talseite hin abschließt, ragen an den übrigen Seiten steile Felswände auf - ein typisches Kar. Die Eismassen des Feldberggletschers haben einst diese tiefe Höhlung in den Gneisfelsen gegraben. Eine Besonderheit ist dieser Karsee auch wegen des kühlen, sauerstoffreichen und zugleich nährstoffarmen Wassers. Wie in einem Hochmoor sind es nur wenige Spezialisten, die in einem solchen sauberen, oligotrophen See leben können. So gibt es ursprünglich nur eine Fischart in dem See.

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nachtaktive Kreaturen

Anaerobe Bolz-Tour mit Pascal
10 Minuten vor unserer all-mitt-wöchentlichen Abendfahrradtour regnet es noch in Strömen. Wer sich doch noch aufrafft, wird pünktlich 19:30 Uhr mit Sonnenschein belohnt. Wir fahren um und dann auf den Rosskopf. Kaum verdunkelt sich der Wald, kommt plötzlich Daniel mit 2 weiteren Nachtbikern aus dem Wald gekrochen. Schon erstaunlich, wen man alles so nachts im Wald trifft, abgesehen von dem Feuersalamander, dem Reh, Fuchs, 1 Frosch, eine Hakenschlagmaus ... und was da noch so im Wald kreucht und fleucht.

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Ziegenhof ZASTLER

Trainingsrunde mit Fluti Ein bisschen Regen, ein bisschen Sonne, ein paar nette Trails für morgen, ein bisschen Matsch und dann noch eine Menge Höhenmeter am Hinterwaldkopf. Oben sind wir ziemlich erschöpft und einigen uns darauf, dass dafür der etwas aufgeweichte Forstwegboden verantwortlich ist, in den sich unsere Stollenreifen recht tief eingraben (Ich hatte schon befürchtet, es läge an der Kondition!). Um den Hinterwaldkopf, hinab ins Zastlertal, dann Vollbremsung. Am Ziegenhof Zastler steht eine 24-h-Kühlvitrine mit Selbstbedienung. Wir nehmen uns jeder ein Stückchen Ziegenkäse, legen das zu zahlende Geld in die Zigarrenschachtel daneben und fahren heim.

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unterwegs zum Hinterwaldkopfsattel - Marathontraining

Back in Black forest (46 km, knapp 1000 hm)
Der Marathon in Kirchzarten ist nicht mehr fern (Schon angemeldet?). Unser Training zielt daher auf den ersten fiesen Anstieg nonstop über 700 Höhenmeter auf den Hinterwaldkopfsattel. Oben angekommen regnet es in Strömen und wir sind durchgefroren. Am Wegesrand liegt sogar noch etwas Schnee. Trotz Feierabend lässt uns der Wirt der Hinterwaldkopfhütte noch herein. Wir bestellen heißen Kakao und bekommen sogar trockene Handtücher gereicht (Danke, das war genial!). Vor die Heizung gekauert lassen wir es uns gut gehen bevor wir gestärkt zurückrollen.

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Playa de Veneguera

Barranquillo Andrés (vor Soria)Soria - Playa de Veneguera (Gran Canaria)
Die Abschiedstour führt noch einmal hoch in die Berge bis kurz vor Soria, über den Tauropass nach Casa de Veneguera. Dann zum Strand; ausgiebige Pause. Zurück - 30 km entlang der Steilküste, auf und ab, hoch über der Brandung des Atlantiks - verabschieden wir uns etwas wehmütig auf dem letzten Heimweg nach Maspalomas.

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Vögel, wo sie hingehören - auf den Kanaren - Kanarienvögel (!)

Aussicht vom Gipfel des Hierba HuertoGipfel des Hierba Huerto - Chira-Stausee
Zunächst 17 km Anstieg ins Gebirge. Dann über grobe Schotterpisten, die fast nur von Mountainbikes befahrbar sind, mit großer Schleife auf den Hierba Huerto, zum Chira-Stausee und durchs Nachbartal zurück. Naturspektakel: Kiefernwälder, Palmenhaine, Kakteenfelder, gigantische Canyons, einsame Felslandschaften, ...

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Banana-Trail

Atlantikküste bei Arguineguín Arguineguín (Gran Canaria)
Nach den Anstrengungen der ersten Tage heute nur eine kleine Erholungstour entlang der Küste nach Arguineguín und zurück.
 

(mehr Bilder und Berichte über Gran Canaria: hier)

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Abendstimmung - Rückweg durch Palmenhain

Paradies-TrailBarranco de Tirajana - Santa Lucia - La Fortaleza (Gran Canaria)

20 km Anfahrt über Hauptstraße mit dem Bike. Dann bekommen wir erneut zu spüren, dass Mountainbiken auf Gran Canaria etwas für Fortgeschrittene ist. Belohnt werden wir mit grandiosen Aussichten. Hinter jeder Wegbiegung erwarten uns neue Überraschungen. Wildnis pur.

Höhenmeter ohne Ende

Geschichtsträchtiges - auf den Spuren der GuanchenDer Riesenfelsen La Fortaleza soll letzte Zuflucht der Ureinwohner Gran Canarias (Guanchen) gewesen sein, bevor auch diese größtenteils niedergemetzelt wurden.

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durch die Schlucht von Fataga

erste Eindrücke - StaunenAdlerpass - Schlucht von Fataga
Kaum angekommen auf der "Insel des ewigen Frühlings" kehren wir dem Massentourismus an der Küste auch schon den Rücken. Eine erste Erkundungstour führt uns in die einsame Wildnis des Inlands, hoch zum Stausee Ayagaures, über den Adlerpass und zurück durch die spektakulären Canyons von Fataga. Lis und Jaques kennengelernt - 2 starke Biker.

 

reif für die Insel

Ahoi, Laaaaaaaaaaaaand in Sicht !!!
Logbucheintrag, 08.04.2005 n. Chr.; Kurs SSW: Lange trieben wir umher. Die Hoffnung schwand schon im Nebel dahin. Doch dann der Ruf: "Land in Sicht!". Vor uns malen sich aus dem Dunst auftauchend die Umrisse einer kreisrunden Landschaft ab, mittig die hohen Berge, wohl mehr als 5000 Fuß hoch, die Küste mit weißem Strand, umsäumt von Palmenhainen, plötzlich trübt keine Wolke mehr die Sicht. Wir kommen näher und können nicht widerstehen. Wir gehen an Land und nehmen unsere Fahrgeräte, um dieses kleine Paradies zu erkunden.

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Endspurt nach St. Peter (Kuchenversorgungsstation)
Straußenfarm bei St. Peter

Unterwegs auf Flutis geheimen Paradies-Trails Hinter Buchenbach zeigt uns Fluti heute Trails vom Allerfeinsten. Fernab aller Feinstaubpartikel-Emissions-Maschinen kurbeln wir durch die Schwarzwälder Wildnis, in der zensiertes nicht nur Straußwirtschaften, sondern auch Straußenfarmen gibt. Kuchen kaufen wir in St. Peter und verzehren ihn an einem schönen Aussichtspunkt in der Sonne. Auf unserem Rückweg via Kandelhöhenweg demonstriert Fluti noch schnell, warum man seine Klickies nicht zu sehr festschrauben sollte (Das Beweisfoto viel leider der Zensur zum Opfer).

Manu und Fluti quatschen zwischen Freiburg und Buchenbach (während der rekonvaleszente Fotograf hinterherhechelt)in den Bergen des Schwarzwalds werden mächtig viele Höhenmeter zurückgelegt

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Andi Böcherer zeigt wie es geht (Deutscher Meister im Cross-Triathlon)

Frauen, Ritter und Meister
Die Ritter von St. BarbaraDa steigt die Frauenquote plötzlich auf 50%. Holgers Bärbel erscheint mit feinster Ausstattung und ebenso gutem Können. Seit 1 Jahr ist Manu nicht die einzige Frau. Wir kämpfen uns auf 20 km nonstop Singletrails und 1100 hm hoch in Richtung Rappenecker Hütte. Doch die Ritter von St. Barbara versperren uns den Weg. Später treffen wir den Deutschen Meister im Cross-Triathlon beim Training. Und es gilt noch so manch steile Rampe zu bezwingen, eh der Käsekuchen auch wirklich verdient ist.

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April  (Pflücken verboten!)

Keime und Keimlinge
Zwischen Achillessehnenreizung und Erkältung ist gerade noch ä weng (*) Platz für eine kleine Mountainbiketour. Die Sonne lacht. Alles keimt, sprießt, piept und trällert, was das Zeug hält. Da geht es einem doch gleich a bissle (*) besser. Die abgebildeten Weidenkätzchen sind übrigens Frühjahrsblüher und stehen unter Naturschutz, da sie die erste Nahrung für Bienen u.a. Insekten darstellen.
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(*) ä weng=(badisch) bisschen/wenig, a bissle=(badisch) bisschen; ä weng ist jedoch ä weng mehr als a bissle, da a bissle ja doch nur a bissle ist - so wurde mir heute erklärt. Alles klar?

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