Logbuch-Archiv 2008 - Januar bis März


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Es gibt viele Arten, Fahrrad zu fahren. Wir biken.
Das heißt, wir fahren mit dem Mountainbike, im Wald, immer, gemeinsam.
Zwischen den Zeilen entdeckt der suchende Leser eine eigene Philosophie.

   

So. / 30.03. / 3h 45min (+1h 58min) / 69,2Km / 543Hm / RR

Breisach, Kaiserstuhl, Mundenhof
Eine entspannte Rennradtour, zwar über knapp 70 KM, doch mit viel Herumlaufen, Pommes, Steinchen ins Wasser werfen und ein Abschlussbesuch im Tiergehege Mundenhof. So kamen alle auf Ihre Kosten. Sehr sonniger und stressfreier Tag.

Fr. / 28.03. / 4 Wo. / Snowboard

Schwarzweißwald
Um den kalendarischen Frühlingsanfang herum bricht noch einmal der Winter herein.

Der regelmäßig wiederkehrende Leser fragt sich längst: "Wo sind die Biketouren?"
"Unter dem Schnee versteckt."

Ganz bald wird die weiße Pracht in der Sonne tosend die Dreisam hinunterschießen und für kurze Zeit den Kajakfahrern gute Bedingungen schaffen. So lange rutschen wir aber noch auf unseren Brettern herum. Immer schön antizyklisch: 8:45 Uhr am leeren Lift stehen. 11 Uhr, wenn die Scharen anrollen, trinken wir einen Kaffee und fahren schon wieder heim.

So. / 24.02. / 4h 40min (+1h 45min) / 61,5Km / 921Hm / MTB

Gefahren im Schwarzwald
Frühlingshafte Temperaturen bis 20° im Tal - rekordverdächtig. Rekordverdächtig auch der PKW-Verkehr auf den Waldwegen zwischen Falkensteig und Höfener Hütte. Zwar ist der Weg für alle Autos gesperrt, und der Anliegerverkehr zur Höfener Hütte macht auch keinen Sinn, da selbige derzeit geschlossen ist, wie man bereits im Tal lesen kann. Doch das stört uns alle nicht sonderlich, denn wir wollen heute die Natur genießen und fahren daher mit dem Auto durch den Wald. Dabei scheint all diesen Naturfreunden eine besondere Fahrtechnik gemein zu sein:
Bergauf ist der Weg links durch Abhang oder Felsgestein begrenzt, rechts fahren wir. Nun ist ja bekannt, dass Bikerknochen und -muskeln erheblich weicher bersten als Felsgestein. Daher fahren wir Autofahrer lieber deutlich rechts mit 5-10 cm Abstand an den Bikern vorbei. Wir wollen ja nichts kaputt machen! Und damit diese für alle ja doch sehr unerfreuliche und möglicherweise etwas brenzlige Situation schnell vorbei geht, beschleunigen wir auf 50 Km/h. Toll gemacht!
Für den Fall, dass der Leser einen Hauch von Frustration und Ärger herausgelesen haben möge, sei hier noch ein Bildchen zum besseren Verständnis wiedergegeben. Es mögen insgesamt so an die 30 Autos gewesen sein:

Wir flüchten auf einen Weg, der für Autos nicht erreichbar ist, nach Alpersbach/Hinterzarten. Picknick im stillen Wald. Auf dem Weg zum Rinken belohnt uns die fantastische Aussicht auf die schneebedeckte Landschaft des nördlichen Feldbergs.

Zur Betonung des Expeditionscharakters unserer Tour dürfen wir später, zwischen Rinken und Hinterwaldkopf, einige Kilometer durch hartnäckig verbliebene Schneefelder stapfen.

Für mich ungeklärt ist die Frage, ob es bequemer ist auf einem festen Trampelpfad zu laufen und das Bike rechts im Tiefschnee versinken zu lassen, oder ob man besser das Bike stabil schiebt, während man selbst links versinkt ...

So. / 10.02. / Tourdaten siehe Bild: hier

Pause am Sohlacker
Wir fahren eine ruhige Tour durch den Sternwald hinauf zum Sohlacker. Oben machen wir eine kleine Rast. Die klare eisige Luft erlaubt eine besondere Fernsicht. Kleiner Zwischenstop am Brombergsattel.

Schön,
wenn es nichts besonderes
zu berichten gibt.

So. / 10.02. / 2h 24min (+1h 13min) /
27,1Km / 531Hm / MTB

Hindernisse
Der "singletrailer" von Toutterrain ist die perfekte Lösung. Keinerlei grobe Erschütterung für das Kind und dabei voll geländetauglich. Nebenbei ist der Kinderanhänger immer ein Hingucker ersten Ranges. Kaum ein Passant, der diese Erscheinung nicht irgendwie kommentiert. Und doch, vieles bleibt dem flüchtigen Blick verborgen:
- Das Gespann erfordert einiges an Übung, um auch im Gelände sicher gelenkt zu werden. Man muss sich sehr konzentrieren. Denn kein einziger Fehler ist erlaubt! Transportieren wir doch unseren teuersten Schatz im Anhänger.
- Bei Temperaturen um die 0 °C muss der Zwerg nicht nur sehr warm angezogen sein. Er ist zusätzlich mit seinem 5-Punktgurt in einen dicken Winter-Zwergen-Schlafsack gehüllt. Manchmal gibt`s auch noch eine Wärmflasche in den Fußraum. Das Thema Sturzhelm erspare ich dem Leser lieber, um nicht allzu abschreckend zu wirken ...
- Meistens toleriert Zwergi 2 x 2 Stunden Fahrzeit, manchmal etwas mehr. Das will zeitlich gut eingebaut sein in Spielplatz, Trinkflasche, Pause, Mittagsschlaf und Picknick.
- Schließlich gibt es noch den häufigen "Sonderfall: Unwegsames Gelände". So auch heute, als uns 2 umgekippte Baumriesen den Weg versperren. Wir tragen den abgekuppelten Anhänger zu zweit, zunächst schräg unter einem quer liegenden Baum hindurch, dann über den zweiten drüber hinweg. Danach holen wir unsere beiden Räder nach und kuppeln wieder an. Sehr zeitaufwendig das Ganze. Doch mit der nötigen Ruhe meistert man so fast jedes Gelände.

So. / 03.02. / 2h 16min (+0min) / 52,3Km / 600Hm / RR

Über die Faszination Radsport
(und über heiße Badewannen)
Im Winter reichen 2 Stunden Radsport in der Regel aus, um sich auf die Badewanne zu freuen. Im sonnig-warmen Dreisamtal geht die Runde verlockend los, Richtung Buchenbach. Hinter Wagensteig, hinauf nach St. Märgen zeigt sich dann schnell die eigentliche Jahreszeit. Es geht durch verschneite Wälder Höhenmeter für Höhenmeter bergauf. An schattigen Hängen rodeln die Kinder während die immer kälter werdende Luft meiner schweißtreibenden Tätigkeit zunächst sehr entgegenkommt ... bis zur Abfahrt: Da kann man noch so viele Reißverschlüsse schließen oder Löcher mit Kopf- und Halstüchern abstopfen. Eisig pfeift der Abfahrtswind um die Ohren, Tränen gefrieren im Gesicht, der Kopf schmerzt. Die Finger werden erst kalt, dann eisig, sie schmerzen, dann spürt man sie gar nicht mehr. Doch irgendwie braucht man sie ja, um mit den ebenso eisigen Metallhebeln zu bremsen und so die Abfahrt zu kontrollieren. Das alles merkt man nur beiläufig, da bei rasender Abfahrt ins Tal die fraglich eisigen Stellen auf der Fahrbahn alle Konzentration abverlangen. Unten angekommen sind es noch einmal 20 Kilometer bis nach Hause. Manchmal ist es schwierig, die Faszination Radsport zu vermitteln. Für jedermann nachvollziehbar jedoch ist sicherlich die Freude auf die bevorstehende heiße Badewanne.

Die Tour kann man sich hier aus der Satellitenperspektive ansehen - Bild vergrößern! GPS-Daten gibt es hier. ... man kann die Runde ja auch mal im Sommer nachfahren ...

 früh übt sich ...
Es ist unglaublich, wie groß die verschworene Gemeinde der Nachtbiker ist. Immer wieder trifft man die seltsamsten Exemplare auf ihren leuchtenden Gefährten. Hier eine kleine Bikerin auf der Evolutionsstufe 3 (von 6):

1.Tout-Terrain - singletrailer2.BIG - the new bobby car3.PUKY - WUTSCH® 4.PUKY Laufrad LR M, für frühe Anfänger5.Puky - Laufrad LR1 mit Bremse 6.Specialized - Hotrock Girls

So. / 06.01. / 2h 37min (+40min) /
35,3Km / 693Hm / MTB

Blondinen
"Du, dieses Jahr fällt Heiligabend auf einen Freitag," sagt die eine Blondine zur anderen. "Uih," antwortet die andere, "hoffentlich ist es kein 13ter!" So stimmt Kai uns auf eine fröhliche Winterrunde ein.

Am Wasserschlössle lassen wir den Blick weit schweifen, weit über den vor uns liegenden Silvestermüll hinweg. Auch wer so viel gefeiert und getrunken hat, müsste inzwischen wieder nüchtern genug sein, um seine Reste fortzuräumen. Wir fahren Trails hinauf zum Brombergsattel und weiter zum Kohlerhau. Oberhalb 800 m zwingt uns vereister Boden des Öfteren zum Schieben.

Mi. / 02.01. / 2h 02min / 26,4Km / 528Hm / MTB-Nachtbiken

Vorsicht Eis !
Da gehen doch immer noch Anfragen per Email ein, ob wir noch mittwochs fahren!? Natürlich! Wir wüssten gar nicht mehr, was wir sonst am Mittwochabend machen sollten. Trotz Minustemperaturen sind die Bedingungen auch sehr gut - mit einer Ausnahme, die Michael betrifft: Auf seitlich abschüssigem Forstweg ist ein kleiner Bach erstarrt. Da gibt es, und fahre oder stehe man auch noch so vorsichtig, kein Halten mehr. 
Wupp, da geht es ab mit unserem lieben Michael, bis ihn das Gebüsch links unterhalb des Weges auffängt. Ich konnte noch rechtzeitig halten und ein nettes Bildchen machen ... natürlich erst nachdem ich mich erkundigt hatte, ob alles OK ist. Auch für die Veröffentlichung dieses Bildes habe ich mir natürlich erst die Erlaubnis eingeholt. "Meinetwegen, vielleicht können wir ja andere dadurch warnen," meint Michael. Also Jungs: Passt auf - Augen auf!

Unsere Tour ist ansonsten, wie immer sehr entspannt, verläuft via Rosskopf zur Zähringer Burg und zurück ins schöne Freiburg.

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