Logbuch-Archiv 2006 - Oktober bis Dezember

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Wie es sich für ein richtiges Logbuch gehört, werden an dieser Stelle Reiseziele, navigatorische Erkenntnisse und besondere Vorkommnisse während einer Biketour eingetragen. Alle wichtigen Begebenheiten werden festgehalten. Entsprechend den Möglichkeiten eines Weblogbuchs (=Weblog oder Blog) stehen neue Einträge an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.
  

2006 ... ein Jahr im Rückblick ...

Do / 28.12. / mittellang / nicht so weit / einige Hm
Der verspätete Schnee erlaubt noch so manche Jahresabschlusstour. Nicht jede kann hier genannt werden. Nutze die Zeit! Schnee und Eis kommen bestimmt ...

EIS: gefährliche Bedingungen für Biker
bike
Xtra.de
wünscht einen Guten Rutsch!

Di / 26.12. / 3h 03min (2h 04min) / 25,3Km / 422Hm
Noch einmal lassen wir Gedanken und Blicke über das Wolkenmeer hinweg fliegen ...

Mo / 25.12. / 4h 46min (3h 04min) / 35,6Km / 808Hm
mit dabei: Kai, Manu, Thomas, Pia
Freiburg - Günterstal
... so traurig und trüb sieht es in Freiburg zu Weihnachten aus. Doch der erfahrene Waldfahrer hat es längst erkannt: Inversionswetterlage herrscht vor. Ein Blick auf die Webcams von Thomas Varadi liefert den Beweis.
Und schon sitzen wir im Auto, fahren hinauf auf den Schauinsland. Dort zeigt sich das alljährlich zu dieser Jahreszeit wiederkehrende Spektakel. Wir wählen eine Route, bei der wir nicht unter die Wolkendecke geraten. Muggenbrunn, Todtnauberg, Feldberg, Stübenwasen, Notschrei und zurück. Ein Tag in der Sonne.
An schattigen Stellen ist der Schnee seit Tagen immer wieder etwas angetaut und erneut gefroren. Das führt vereinzelt zu spiegelnd glatten Eisplatten, die auch schon mal abschüssig sind. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht stürzen. Und so steigen wir häufig ab, um nichts zu riskieren.
Es folgen wieder lange Passagen an den Südhängen ohne Schnee und Eis mit weiter Aussicht über das Wolkenmeer bis weit über die Alpen. Den Gipfel erreicht das Schauspiel, als die untergehende Sonne das großartige Panorama in sanftes Abendrot taucht.
Morgens hatten wir noch überlegt, ob wir überhaupt losfahren wollen. Doch dann war es eine der ganz großen Touren des Jahres - mit Expeditions-Charakter.

Mi / 20.12. / 4h (1h 30min) / 19,7Km / 317Hm
mit dabei: Michael, Ebsi, @ndi, Günther, Thomas, Kai, Stefan, Nikolaus, Manu, Klaus

Einmal im Jahr gibt es irgendetwas Besonderes beim N8biken. Und alle wissen, dass es heute wieder so weit ist. Spätestens am im Dunkeln beleuchteten Wasserschlössle rechnet man mit einem Flammenwerfer-Auftritt von Rammstein. Da die Ironie der zweiten Bedeutung in deren doppeldeutigen Texten leider nicht immer eindeutig ist, könnten sich umherwandelnde Seelen in der Nacht verirren. Deshalb musste von dieser Idee Abstand genommen werden.

Stattdessen hat der Weih-N8-smann uns am Ende unserer kleinen Nightbiking-Tour einen Adventsstand mit Keksen und einem Fässchen Feierling beschert. Ohne Opa Ebsis wärmenden Gasbrenner wäre die Kälte kaum auszuhalten gewesen. Aber so halten wir es ein ganzes Weilchen aus, bis das Fässchen zu später Stunde nicht mehr sehr schwer ist, als wir es ins Haus tragen ...

Wir haben darauf verzichtet, dass jeder ein Gedicht aufsagen oder ein Lied vorsingen muss. Für die nötige Komik war trotzdem bestens gesorgt. Stichwort: Westfale meets Bade - siehe Bilddokument.

Frohe Festtage Euch allen !

So / 10.12. / 2h 17min (1h 35min) / 12,2Km / 153Hm
(Schauinsland / Muggenbrunn / Notschrei)

 

Es schneit, es schneit,
kommt alle aus dem Haus.
Die Welt, die Welt
sieht wie gepudert aus.

Es schneit, es schneit,
das müsst ihr einfach sehn.
Kommt mit, kommt mit,
wir wollen "biken" gehn!

Sa / 09.12. / 2h 17min (1h 48min) / 24,0Km / 450Hm
Hupende Autos in 3 Reihen, Menschenmassen, eine alte Frau huscht schnell noch vorbei, überladene Kinder wollen noch mehr, gestresste Mütter schreien zurück, Lichterglanz, rabiate Rempler ohne Entschuldigung, Tatendrang, Abgase. "Was ist hier nur los?", fragen die großen Augen. "Es ist Vorweihnachtszeit", müsste ich antworten, "eine Zeit der Stille." Die Augen würden es nicht glauben. Wir sind in den Wald gefahren und haben sie gefunden, die Stille.

So / 26.11. / 6h 24min (4h 17min) / 70,5Km / 1172Hm
mit dabei: Inge & Horst, Manu & Lahmi, Linda und Michel aus L. und Pia
Temperaturen bis 15 °C laden erneut zu einer größeren Runde ein. Staunend sehen wir, wie Linda (13) & Michel (11) den Hinterwaldkopf hoch kurbeln - Kompliment! Oben ausgiebiges Picknick. Weiter via Mathisleweiher, Breitnau, Nessellachen, Buchenbach. Die Sinne voller schöner Eindrücke und Stimmungen werden heute Nacht 6
(½) BikerInnen wohl sehr gut schlafen ... Ein schöner Tag.

Sa / 18.11. / 8h 45min (6h 17min) / 91,9Km / 1913Hm
mit dabei: Matthias, Thomas
Saarland meets Dreisamland - Da Matthias am 08.10. (Bericht: guckst du hier) nicht teilnehmen konnte, wollte, durfte oder wie auch immer, muss er nachsitzen auf seinem Sattel und die verpasste Tour nachholen.

Es ist ja hinreichend bekannt, dass das Schwänzen von Biketouren ohne ärztliches Attest unzulässig ist. Er konnte ein solches (natürlich) nicht vorweisen.


Motiviert durch das in der Sonne goldfarben leuchtende Laub beschließen wir, auf die Seilbahn zu verzichten und fahren auf den Schauinsland mit eigener Kraft hinauf. Dann via Muggenbrunn, Feldberg, Seebuck und Feldsee. Es dauert eine ganze Weile, bis wir uns endlich im Raimartihof stärken können. Draußen ist es inzwischen kalt und dunkel. Da fällt es nicht leicht, sich vom wärmenden Kachelofen loszureißen.
Als erfahrene Nachtbiker sind wir natürlich bestens ausgerüstet. Und so kommen auf dem Rückweg unsere Lampen zum Einsatz. Etwa 1
½ Stunden fahren wir noch durch den dunklen Schwarzwald nach Hause.

Zitat Matthias:

"Thomas, das hier ist keine Mountainbiketour.
Das ist eine Expedition!"

 

Do / 16.11. / 2h 44min (2h 02min) / 21,5Km / 542Hm
In Vorbereitung des nächsten Nightrides nehmen wir eine selten von uns befahrene Strecke zur Zähringer Burg. Wir treffen einen bekannten Freiburger Kunstmaler bei der Arbeit: Otmar Kraus. Schon ihm beim Malen zuzusehen, ist ein Kunstwerk. Das Ergebnis ebenso. Phantastische Herbstfarben.

Mi / 15.11. / 3h 52min (1h 58min) / 25,0Km / 590Hm
mit Kai, Fritz, Patrick, Achim, Basti, Claus, Stefan, Opa Ebsi, Michael
Gleich 10 Lampenfahrer treffen sich heute zum wöchentlichen Nightride. Anstrengender Trailanstieg zum Sohlacker mit mancher Schiebepassage. Umso mehr muss der arg strapazierte Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, im Waldrestaurant St. Ottilien. Nach ungewöhnlich anstrengender Tour mit ungewöhnlich vielen Leuten purzeln wir ungewöhnlich spät heim (keine Details!).

So / 05.11. / 6h 14min (3h 47min) / 42,6Km / 1068Hm
Ein Besuch am Rappeneck ist längst überfällig. Kleinere Schwierigkeiten wegen eines umgestürzten Baumes meistern wir inzwischen auch mit Anhänger routiniert. Nach ausgiebiger Rast in der Rappenecker Hütte fahren wir noch auf den Schauinsland. Dort, in der Dämmerung, taucht die Abendsonne vor uns den Himmel in rotes Licht, während hinter uns der Mond knapp über dem Horizont unglaublich groß erscheint. Sonderbar. Dann Abfahrt mit Licht.

Mi / 01.11. / 7h 46min (5h 21min) / 70,6Km / 1407Hm
mit dabei: Artur, Manu, Pia, Lahmi
Für eine weitere große Runde lässt der Winter die Tore offen. Doch die Zeit wird knapp. Oben auf dem Feldberg hat er bereits Puderzucker über die Tannenbäume verstreut. Am Stübenwasen steht am Wegesrand gar ein Schneemann und jubelt uns zu. Es war aber nur ein ganz kleiner. Naja, der Winter fängt ja gerade erst einmal an; bestimmt wird er noch größer.
Die Route führt durchs Zastlertal hinauf zum Rinken. Hier verabschiedet sich der liebe Artur, um seinen häuslichen Pflichten nachzukommen. Wir haben unsere häuslichen Pflichten alle dabei und fahren weiter z
um Raimartihof. Dort lange und genüssliche Pause am warmen Ofen.
 
Wir hatten heute zum ersten Mal im Winter rote Nasen und taube Zehen. Die Bilder geben die phantastische Abendstimmung wieder.

Sa / 28.10. / 4h / 39Km / 590Hm / Mountainbike
mit dabei: Matthias, Astride, Horst, Eike, Dennis, Wolfgang, Sabine, Manu, Pia, Lahmi, Casimir, Michael, Gabi, Rolf, Thomas
Ein Gegenbesuch im Saarland. Kreuz und quer fahren wir durch die Wälder in der Umgebung von Saarbrücken. Es gibt
mal wieder viel zu erzählen.
Und - wie bei Asterix und Obelix - endet jedes Abenteuer mit einem Festschmaus am Abend; dieses Mal in der besten Pizzeria der Welt: bei PIZZA per Tutti.

Das große Wildschweinessen am ENDE jeder Geschichte

Mi / 25.10. / 2h / 21,9Km / 493Hm / Nachtbiken
mit dabei: Alex, Michael, Karl, Thomas
Michael, kürzlich mal irgendwo im Wald getroffen, und Karl, über HotBike rekrutiert, sind heute neu dabei. Die Ausrüstung identifiziert sie als Vielfahrer und routinierte Nachtbiker. Für ausreichend Gesprächsstoff sorgen die sehr guten Lampen, Marke Eigenbau.
Wir fahren eine "gemütlich-sportliche" Runde über den Rosskopf und durch den Sternwald.

So / 22.10. / 5h 56min (3h 30min) / 46,0Km / 912Hm
Blauer Himmel - wunderbar. Nur der Feldberggipfel wird hartnäckig von einer großen Wolke umhüllt. Dort startet unsere heutige Tour. Mit 5 Schichten Funktionskleidung düsen wir durch eisigen Wind hinab zum Schluchsee ... ins Sonnenlicht ... und ziehen die ganzen Sachen wieder aus.
Eine Umrundung des Schluchsees steht heute u.a. auf dem Plan. Das besonders schöne Südufer führt uns zur Schluchseesperre; ein Trail zu dessen Fuße. Gewaltig, die Staumauer hinaufzublicken.
"Der ursprünglich 3 Km lange Schluchsee ist in der letzten Eiszeit bei der Vergletscherung des Feldberggebietes entstanden. Durch die Errichtung der Talsperre in den Jahren 1929-1932 wurde der Wasserspiegel um 30 m angehoben. Damit entstand ein 7,5 Km langer Stausee mit 108 Mio m\3 Inhalt ...",
so lesen wir auf einer Infotafel. Pause. Wir fahren weiter über Fischbach und Bärental zum Feldsee. Dort finden wir am Nordufer noch ein sonniges Plätzchen zur zweiten Rast. Das goldene Blätterdach zeigt uns immer an, dass wir bald eine ganze Weile nicht mehr herkommen werden.

Stille

Wir sind nur wenige hundert Meter gegangen - und haben
den Lärm der Straßen hinter uns gelassen. Wenn Sie horchen,
können Sie die Stimmen des Waldes hören: Das Rauschen des Windes
in den Wipfeln, Vogelgezwitscher, vielleicht das Klopfen eines Spechts,
der einen Baumstamm nach Nahrung absucht. Manchmal ist es auch vollkommen ruhig.

Momente der Stille sind in unserem Alltag selten geworden.
In den Wäldern können wir sie noch finden.

Sa / 14.10. / 6h 10min (3h 18min) / 39,2Km / 1033Hm
Riva del Garda - Lago di Ledro. Die Alte Ponalestraße geht`s hinauf nach Pregasina zum Brunnen. Die Höhenmeter verspürt man in den Beinen kaum, da die Aussicht so spektakulär ist. Ständig bewegt man sich einige hundert Meter abgrundtief über dem Gardasee. Pause. Wir fahren eine kurze Strecke zurück und schlagen nun den Weg zum Lago di Ledro ein. Die Italiener fahren wie immer sehr rasant an uns vorbei. Deshalb schlägt Manu einen Forstweg etwas abseits als Alternative vor. Dem Autor dieser Zeilen sei die Bemerkung gestattet, dass er froh ist, diesen Vorschlag nicht selbst gemacht zu haben. Der Weg wird irgendwann zum Pfad. Später, als es zu spät erscheint, umzukehren, wird er so steil, dass wir nur noch zu zweit schiebend das Anhängergespann den Berg hinauf bekommen. Auch, wenn das Foto etwas abenteuerlich anmutet, so sei der kritische Leser gewiss, dass zu keiner Zeit Gefahr bestand. Schließlich marschiert der Autor dieser Zeilen allein voraus und kundschaftet einen geeigneten Weg aus. Tatsächlich findet sich ein wenig später fahrbarer Anschluss.
Erneute Pause am Lago di Ledro. Trotz nur mäßigen Wetters verlängern wir unsere Tour und umrunden den See; 10 Km flach. Ohne Sonne ist es nun auch hier in den Südalpen ganz empfindlich kalt. Die Abfahrt nach Riva erinnert an den Juli, in dem diese Tour ohne Familie stattfinden musste. Zu dritt teilt man die Erlebnisse und das bereitet die größte Freude: Wiesmann machte es mit der genialen Konstruktion des singletrailer-Anhängers möglich.

Fr / 13.10. / 3h 31min (1h 42min) / 23,8Km / 366Hm
Riva del Garda - Monte Brione. Gerade einmal 3 Stunden nimmt die Strecke in Anspruch, für die wir im vergangenen Jahr ganze 3 Wochen benötigt haben: für den Transfer von Mittenwald nach Riva. Plötzlich fahren wir in immer warmer Sonne, ohne Weste oder Armlinge, vorbei an Palmen, noch blühendem Oleander, an reifen Kiwifrüchten, ...

Ankunft in Riva: 13:30 Uhr. Um 14:30 Uhr sind wir auf unserem beliebten Campingplatz (Camping al Lago, Riva) fest installiert und sitzen bereits auf dem Bike. Unsere Route führt zunächst auf den Monte Brione. Die Aussicht ist großartig. Nach einer Pause fahren wir über einsame Sträßchen (Navi macht`s möglich) nach Arco. Hier spielt sich das Leben noch auf der sonnigen Piazza in T-Shirt und mit Eis in der Hand ab. Denkt man an den eisigen Wind im Karwendeltal zurück, erscheint das Schauspiel etwas unwirklich.

Als Rückweg nehmen wir den angenehm asphaltierten Radweg entlang der Sarca. Dieser Weg hat nicht nur den Vorteil, dass man mit Genuss die steilen Felsen des östlichen Mte. Brione bestaunen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass man direkt bei  Mecki`s bike & coffee (registrierte Handelsmarke: FUCKING  PERFECT  BIKE) herauskommt. Ein Radler hier in geselliger Bikerrunde, an der Hauptstraße zwischen Torbole und Riva, ist absoluter KULT.

Do / 12.10. / 5h 10min (3h 22min) / 55,0Km / 530Hm
Mittenwald - Walchensee-Runde. Die letzte Biketour in der Alpenwelt Karwendel dient nach der gestrigen Königsetappe der Regeneration und Erholung.
Auch diese Tour haben wir samt ergiebigen Zusatzinformationen unter mittenwald.de für ein paar Euros heruntergeladen und sind die Route dann mit einem mobilen GPS-Gerät nachgefahren. Einfach perfekt! Wenn ich bedenke, wie viele Stunden des Suchens wir auf unseren Touren in fremden Gebieten schon verbracht haben ... oder waren es Tage?
Die Umrundung des Walchensees ist mit jedem Fahrrad einfach zu bewältigen und bietet herrliche Aussichten über das türkisblaue Wasser. Wir verabschieden uns vom schönen Mittenwald und hatten einige der prächtigsten Herbsttage, an die wir uns zurückerinnern können ... bevor der Herbst bald auch im Schwarzwald beginnt.

Mi / 11.10. / 8h 07min (5h 33min) / 80,1Km / 1193Hm
Mittenwald - Karwendel-Runde. Eine Herbst-Tour über die Larchetalm hinauf zum Karwendelhaus  auf 1790 m ist wie ein Traum - Farbenpracht. Heißkalt - während sonnige Abschnitte uns ins Schwitzen bringen, verspüren wir in tiefem Schatten eisige Kälte. Schneefelder liegen in den Felsscharten. Die Kühe sind bereits von der Alm abgetrieben. Es blühen nur noch vereinzelt Pflanzen. Der Winter steht hier bereits vor der Tür. Herbstfarben flammen noch einmal auf.

Di / 10.10. / 6h 40min (3h 24min) / 38,3Km / 864Hm
Mittenwald - Kranzberg-Tour. Für 2-3 € kann man unter www.mittenwald.de GPS-Daten für Biketouren herunterladen. Mit etwas technischem Sachverstand und dem richtigen "Navi" (derzeit Garmin "Vista Cx" oder "GPSmap 60 CSX") klappt das auch ganz hervorragend. Nicht abenteuerlich genug? Wer schon einmal - immer schön nach Papierkarte - 2 Stunden lang den falschen Berg hinaufgeradelt ist, möchte später die GPS-Navigation nicht mehr missen.
Unsere Route führt an 4 malerisch gelegenen Seen vorbei: Lautersee, Ferchensee, Wildensee und Schmalensee. Dabei erklimmen wir den Gipfel des Kranzbergs. Unter strahlend blauem Himmel und mit guter Fernsicht radeln sich die Höhenmeter fast wie von selbst. Einige Abfahrten sind jedoch zu steil für unseren Anhänger. Manu muss ihr Rad beiseite legen und führt zur Sicherheit den Anhänger mit, während ich vorne das Bike schiebe. So meistert man auch schwierigste Passagen. Nachmittags Eis-Belohnung in Mittenwald.

So / 08.10. / 6h 38min (4h 05min) / 64,4Km / 1060Hm
mit dabei: EIKE & eike (Sen.+Jun.), Andrea, Casimir, Rolf, Linda, Wolfgang, Astride, Horst
Besuch - 2. Tag. Kaiserwetter den ganzen Tag. Auf dem Weg vom Stollenbach zur Erlenbacher Hütte gräbt Casimir sein Vorderrad zur Hälfte in den Morast eines aufgeweichten Weges, um sich sofort darauf selbst hineinzulegen. Er nimmt es wie gewohnt: sportlich.
Lange Abfahrt ins Dreisamtal - Stippvisite in Freiburg - Horben. In Horben kaufen wir uns ein Ticket hinauf auf den Schauinsland, damit es heute nicht allzu anstrengend wird und wir noch Muße haben, das phantastische Panorama zu genießen. Heute haben wir glasklaren Alpenblick. Die Gipfel sind bereits zugeschneit. Wir nehmen den Panoramaweg über Muggenbrunn zum Feldberg. Wolfgang, noch nicht so lange im Radsport vertreten, passiert heute noch einen entscheidenden Meilenstein in seiner Radsportkarriere. Nachdem er anfangs das hier zu Lande sehr gepflegte "Klagen, ohne zu leiden" ausgiebig praktiziert, sehe ich ihn zum Schluss aus den Augenwinkeln "leiden, ohne zu klagen". Bravo, so wird`s was!

Ach ja. Es gab in diesem Jahr wieder eine Wandergruppe: Matthias, Sabine, Manu und klein Pia. Die vier waren zu Fuß auf dem Feldberg und haben auch die Alpen weiß strahlen sehen. Bei unserer Ankunft bilden sie eine imposante Laolawelle für jeden einzelnen von uns (Pia hat nur gelacht).
Dann nehmen wir Abschied bis zum nächsten Jahr.

Sa / 07.10. / 5h 10min (2h 56min) / 36,0Km / 950Hm
mit dabei: EIKE & eike (Sen.+Jun.), Andrea, Casimir, Rolf, Linda, Wolfgang, Astride, Horst, Klaus
Besuch - 1. Tag. Nach den üblichen Wirren einer saarländischen Tourplanung sind sie auch in diesem Jahr wieder da: DIE SAARLÄNDER! "Ahjooh! Isch han kalt ..." Unverkennbar und typisch kommen sie am Stollenbach an. Hier schlagen wir für 2 Tage unser Basislager auf.
Die ersten Biker sind schon fast wieder da, als sich zwei andere eben noch schnell vor der Tour ein Nutella-Brot schmieren. Rolf tritt bereits im 2ten Jahr mit seinem Albrecht-Bike (aus`m ALDI) an, welches er inzwischen mit einem edlen RockShox-Dämpfer aufgerüstet hat. Sensationell wie er mithält. Eine Menge Frauenpower ist wieder dabei - sehr beachtlich.
Der Abend wird wieder mit einem zünftigen Hüttenzauber begangen. EIKE & eike musizieren vorzüglich. Es ist schon nach Mitternacht, als wir noch einmal nach draußen gehen. Bei Vollmond unter sternklarem Himmel wärmt uns Matthias` 1992er - selbstgebrannt.

Sa / 30.09. / 42,3Km / 936Hm / 3h 04min / MTB
Einen Mercedes zu fahren, ist schon etwas Feines. In einem Ferrari sind einem die staunenden Blicke vieler gewiss. Doch das ist alles nichts im Vergleich zu einer Biketour mit einem gefederten Kinderanhänger von Florian Wiesmann, dem "singletrailer" (Verkauf: www.b-anhaenger.de).
Zwar fallen wir nicht gerne unnötig auf, doch hinkt das Wissen in Punkto Kinderanhänger etwas hinterher. Jüngere mehr oder weniger wissenschaftliche Untersuchungen haben wieder aufgedeckt, was eh schon alle wissen: Biken im Gelände bedeutet Erschütterungen, die der Fahrer mit Ausgleichsbewegungen und erhöhtem Muskeltonus abfängt. Das Kind im Anhänger jedoch wird völlig unvorbereitet von den Erschütterungen getroffen. Um mögliche Spätschäden, die wir heute noch gar nicht absehen können, auszuschließen,
gilt Folgendes: Fahrstil anpassen und den richtigen Anhänger kaufen. Der singletrailer ist ein solcher, ein ausgeklügeltes Wunderwerk der Technik. Das ahnen wohl auch die Passanten, die mit staunenden Blicken verfolgen, wie wir erschütterungsfrei im Wald verschwinden.

Wir starten heute am Stollenbach in knapp 1000 Metern Höhe. Bald kommen die saarländischen Mountainbiker wieder zu Besuch. Und in Vorbereitung auf dieses Großereignis suchen wir eine möglichst kurze Verbindung vom Stollenbach zum Feldberg. Wir finden auch eine aufregende Route, die wir jedoch wegen der Tragepassagen nicht erneut mit dem Kinderanhänger befahren werden.

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