Logbuch-Archiv 2006 - Januar bis März

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Wie es sich für ein richtiges Logbuch gehört, werden an dieser Stelle Reiseziele, navigatorische Erkenntnisse und besondere Vorkommnisse während einer Biketour eingetragen. Alle wichtigen Begebenheiten werden festgehalten. Entsprechend den Möglichkeiten eines Weblogbuchs (=Weblog oder Blog) stehen neue Einträge an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.
 

Fr / 31.03.06 / 1,5h / 21,5km
mit dabei: Manu und Lahmi
Zitat Manu: "Iiiih, sehen die ekelig aus. So`n Teil würd` ich nie küssen."  (!!!)

(Der Begleiter verschwieg, dass er seine halbe Kindheit mit dem Fangen von Kaulquappen und deren anschließenden Aufzucht verbracht hat.)

Mi / 29.03.06 / 2h / 29,7Km / 450Hm / Nachtbiken
mit dabei: Patrick, Stefan, Alex, Ebsi, Achim und das bikeXtra-Dokumentations-und-Navigations-Team
Keine eisige Kälte, kein Schnee und kein Glatteis mehr, kaum noch Pfützen, sogar noch etwas Sonnenschein als wir uns wieder zum mitt-wöchentlichen Nightride treffen. Wir nutzen die ungewohnt günstigen Bedingungen zu einer 20Km-Flachetappe im ersten Teil. Dabei kann man gut quatschen. Und zu erzählen und diskutieren gibt es immer allerlei, wenn sich Biker treffen.
Stiller wird es dann, als wir uns über Forstwege und Trails halb hinauf zum Rosskopf kämpfen. Belohnt werden wir mit einem weiten Blick über das beleuchtete Freiburg.

So / 19.03.06 / Schwarzwald-Duathlon-Spezial
  

23km / Mountainbike
mit dabei: Manu & Lahmi

Eine entspannte Runde
durchs Dreisamtal mit
sonniger Pause
im Wald-Café Faller
(Attental)
Rennrad / 64km
mit dabei: allein
Für den Unersättlichen
besteht Teil 2 aus einer
gediegenen
Grundlagenausdauer-Einheit
(Kaiserstuhl-Runde)

Sa / 18.03.06 / 45min / 19km / Rennrad / mit dabei: allein
Turbo an - Hirn aus, und hinein in die Abendsonne - alles ist in Ordnung ... eine ganze Weile ... bis plötzlich mit einem Schrei neben mir ein Raubvogel hochschießt. Er wird sich wohl genauso erschrocken haben wie ich :-)

So / 12.03.06 / 4h / 8km / Schneeschuhwanderung
mit dabei: Matthias, Astride, Manu

Abschied vom Winter. Besuch von unseren saarländischen Freunden, zu deren Ehren es in der Nacht weitere 20 cm geschneit hat. Und so stapfen wir durch tief verschneite Landschaft. Der anstrengendste Part, das Spuren an vorderer Stelle, verteilt sich heute reihum auf drei Personen. Daher schaffen wir es bis zum Rappeneck. Unter dem vorspringenden Dach einer Schutzhütte verspeisen wir unseren Proviant: Tee, Kuchen, Baguette, Apfelsaftschorlen-Slush ...
Einen kurzen Moment spielen wir voller Euphorie mit dem Gedanken, die Tour auf eine große Runde auszuweiten, besinnen uns sogleich eines Besseren und stapfen lieber bequem den soeben von uns gespurten Pfad zurück. Bei einem solchen Tag darf ein kleiner Schneesturm nicht fehlen. Dieser zieht prompt während des Rückwegs auf, bevor, als wir schließlich unser Ziel erreichen, der Himmel aufreißt. Die letzten Meter legen wir in strahlendem Sonnenschein zurück.
In Erinnerung bleibt ein märchenhafter Tag im Schnee und die im Saarland seit 3 Wochen heiß diskutierte Frage:

"Fährt der Hintermann auf einem Tandem-Fahrrad mit weniger Anstrengung, da er ja im Windschatten seines Vordermanns sitzt?"

(Denk mal nach! Gar nicht so einfach.)

Sa / 11.03.06 / 2½h / 4km / Schneeschuhwanderung
mit dabei: Manu & Lahmi
Wieder machen wir uns mit Schneeschuhen am Schauinsland auf den Weg. Es bleibt bei einer kleineren Tour zur Vorbereitung auf den morgigen Tag.

Mo / 06.03.06 / 3h / 8km / Schneeschuhwanderung
mit dabei: Manu & Lahmi & Co
Die heutige Schneeschuhwanderung führt von Stübenwasen zum Feldberg. Wir machen es uns leicht und nutzen eine planierte Spur. So wird es eine reine Genusstour mit viel Zeit für Fotos, Aussicht Genießen, Picknick und Späße.
Nur ungern geben wir unsere geliehenen Schneeschuhe am Abend wieder ab - und buchen schon mal für das nächste Wochenende.

Klick drauf!

Sa / 04.03.06 / 3,5h / 5km / Schneeschuhwanderung
mit dabei: der vorletzte und der allerletzte Trapper (Manu & Lahmi)
"Aktuelle Unwetterwarnung: In Baden-Württemberg muss auch in den kommenden Stunden mit unwetterartigen, ergiebigen Schneefällen gerechnet werden."

Alles klar! Da müssen wir hin. Mit Schneeketten wühlen wir uns langsam durch die tiefe weiße Pracht, hinauf auf den Schauinsland. Dort beträgt die Schneetiefe inzwischen stellenweise bis zu 4 (vier!) Meter. Der aufmerksame Leser hat natürlich längst bemerkt, dass der nächste Bike-Bericht doch noch etwas auf sich warten lässt. Stattdessen haben wir uns ein passenderes Sportgerät besorgt: Schneeschuhe.

Wir stapfen von der Bergstation Schauinsland vorbei an der Wetterstation in Richtung Rappeneck. Auf unserem im Sommer so geliebten Wurzeltrail stecke ich meinen Wanderstock tief in den Schnee: kein Boden. Auch als zusätzlich noch mein ganzer Oberarm verschwindet, stoße ich auf keinen festen Grund. Also selbst im geschützten Wald liegen mindestens 2 Meter Schnee unter uns. Während ich vorneweg zum Teil bis zur Hüfte im pulverigen Schnee versinke (Puls nicht selten 160-170/min), plappert Manu auf der festgetretenen Spur hinter mir fröhlich auf mich ein ...
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Momente an weißen Februartagen im Schwarzwald
Der Bezug zum Radsport an dieser Stelle besteht nur insofern, als dass Radsport an diesen Tagen kaum möglich ist. Auf vielfache Anfrage stelle ich nun ein paar Fotos unserer Alternativsportarten ins Logbuch.
 

 

 ... wenn es schneit

   day     and     night  
 

 

Obwohl wir uns auch schon mal gerne zu Tausenden für 25 € pro Tag den Berg hochschleppen lassen, um mit viel Technik und geringer Anstrengung auf Alpinski wieder hinunterzurasen, spielt sich doch - entgegen dem äußeren Anschein - die wahre körperliche Ertüchtigung auf dem Langlaufski ab. Gut für Mountainbiker!





Sa / 11.02.06 / TZ 2h 35min / FZ 1h 40min / 21km
mit dabei: Jens
Treffen mit Jens, der erst noch schnell ein Hip-Pack mit Trinkflaschenhalterung fürs Skilanglaufen kaufen muss. Ich schiebe derweil draußen bei den Bikes Wache. Die Verhandlungen im Shop gestalten sich zunächst schwierig. Es dauert eine ganze Weile, bis Jens noch eine Trinkflasche und einen Energieriegel als unentgeltliche Dreingaben ausgehandelt hat. So viel Verhandlungsgeschick erfordert abschließend noch ein bisschen Smalltalk mit dem spendablen Händler, bis sich die Parteien irgendwann verabschieden - beide in dem festen Glauben, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Dann können wir los.

Bis St. Ottilien und St. Wendelin-Kapelle rollt es sehr gut durch den teils festen und teils pulverigen Schnee. Höhere Lagen meiden wir, da der Schnee dort zu tief ist. Beim obligaten Fotoshooting wird dann umgekehrt Jens` Geduld auf die Probe gestellt. Irgendwann fängt er aus lauter Verzweiflung selbst an, Fotos zu  knipsen. Als endlich alle Gefahren hinter uns liegen, beschließt Jens doch noch mal schnell über den Lenker zu fliegen. Irgendwer muss das bei diesen Witterungsverhältnissen ja machen.

Wir haben unterwegs übrigens zahlreiche Mountainbiker getroffen: Martin, Christian, und auch viele unbekannte. So etwas - im Schnee - gibt es wohl wirklich nur in der Radsporthochburg Freiburg.







Mi
/ 01.02.06 / 2,5h / 12km / Nachtbiken
mit dabei: Jens, Stefan, Max, Patrick, Alex und 4 Gäste
Die Gäste waren sich ihrer Rolle wohl nicht bewusst; dabei wollen wir diesen Teil des Berichts belassen.
Oben am dunklen verschneiten Rosskopf angekommen, scheitert der erste Versuch, das geplante Lagerfeuer mittels eines Liters (!) Brennspiritus anzuzünden, kläglich. Alte pfadfinderische Kenntnisse müssen aufgefrischt werden. Dann entfacht trockenes, im Wald gesammeltes Geäst das wärmende Licht. Der heiße Glühwein wird hervorgekramt und tut sein Übriges dazu.
Die Abfahrt führt uns in immer kältere und zuletzt eisige Luftschichten. - Was wäre so eine Tour ohne die abschließende Einkehr in unsere geliebte Feierling-Brauerei? Erstmals schaffen wir es, hier so lange auszuharren, bis alle Stühle (außer 3) hochgestellt sind. Und so kommen wir der letzten freundlichen Bitte des Wirts auch gerne nach und kurven vergnügt nach Hause. (
Mach Dir ein Feuerchen an!)


Di / 31.01.06 / 1,5h / 15km
mit dabei: allein
Die stabile Wetterlage verspricht Großes ... und hält es. Oben auf dem Rosskopf bricht die Dämmerung herein, das Abendrot legt sich wie Feuer auf die Gipfel der gegenüberliegenden Vogesen. Atemberaubend schön. Als mein Fotoshooting beendet ist, wissen meine Finger nicht mehr, dass sie Finger sind. Eisige Kälte. Alles eine Frage des Timings: Ich zücke meine neue Geheimwaffe, Knacks, schon ist mein Taschenreaktor aktiviert und löst durch einen Kristallisationsprozess eine exotherme Reaktion aus. Davon profitieren meine Finger, die nun wieder wissen wer sie sind.
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Dunkelheit. Gerade bin ich im Begriff, meinen Heimweg anzutreten. Plötzlich ein schweres Knacken hinter mir. Oh mein Gott! Schnell knipse ich meine Lampe an. "Schnüff, schnüff. Servus!" "Puh, nur ein schniefender Wanderer," denke ich mir. "Puh, nur ein Mountainbiker mit Licht," denkt er sich. Wir ziehen beide erleichtert unseres Weges.

Mi / 25.01.06 / 2h / 26km / Nachtbiken mit Michael, Max, Martin, Jens, Lahmi, Christoph, Achim
Tour: Freiburg/Schwabentor, Wasserschlössle, St. Barbara, Littenweiler, Kappel, Zarten, Dreisam, Freiburg, Hexenwegle, Schwabentor, Feierling

So / 22.01.06 / 3h / 27km / 500 Hm
mit dabei: Artur, Manu, Lahmi
Gemütliche Sonntagsrunde über Wildtal auf den Rosskopf mit Kaffeeklatsch in St. Ottilien.

"Z" bleibt unerkannt

Do / 19.01.06 / 1,5h / 15km / mit dabei: allein
Nobby und ich haben uns inzwischen angefreundet und wir begeben uns bei grauem Nebelwetter in den Wald. Mit jedem Höhenmeter wird es heller und oben zeigt sich eine völlig andere Welt. Auf dem Rosskopf-Turm lerne ich Wolfgang kennen. Wir unterhalten uns vor einem überwältigenden Naturspektakel ... über Bikes. Der Rückweg stürzt mich in eisig nebliges Dunkel und bis ich zuhause bin spüre ich keinen einzigen Finger mehr.

Sa / 14.01.06 / 1h 19min / 15km / allein
Etwas Neues muss her! Jahh!! Also schnell noch in den Bike-Palast und ein Paar Nobby Nic von Schwalbe gekauft. Ein Reifenwechsel für mein erstes Auto war übrigens billiger. Egal! Aufziehen, Bremsen nachjustieren, ab in den Wald. Erstes Plus dieser viel gelobten Sohle: Der Rollwiderstand ist spürbar geringer als bei meinem unverwüstlichen Vorgänger von Specialized. Dann der Gripp: Ganz ordentlich, immerhin Hexenwegle bergauf ohne Absteigen. Zum Schluss teste ich die neue Wunderwaffe auf Treppenstufen und ... Pafff ... glatter Duchschlag! Die letzten Meter schiebe ich nach Hause. Wie lautet noch gleich die Devise moderner Unternehmenskonzepte? Innovate or die !?

Mi / 11.01.06 / 2h / 21km / Nachtbiken
mit dabei: Stefan, Patrick, Alex, Michael, Jens, Christoph, Achim
Heute neu dabei: Zwei Biker vom HotBike-Shop (Alex und Michael). Mit gut tauglicher Ausrüstung treten sie an.
Einführende Worte zur Charakterisierung unserer kleinen Halogengemeinde: "Wem es zu schnell ist, der gibt Bescheid! Wem es zu langsam ist, der passt bitte hinten auf, damit niemand verloren geht." Die Beiden fahren stark, gehören eher zur zweiten Gruppe und finden sich gut bei uns ein.

Unsere Route führt zunächst bis oberhalb St. Valentin. Dort ist die Luft so klar, dass wir die geplante Tour abändern, um eine gute Aussichtsplattform zu erreichen. Bei unserem Aufstieg Richtung Brombergsattel bestaunen wir ein Schauspiel, das heute nur wir einsamen Nachtbiker erleben: Die eisige Witterung hat den gesamten Weg und das umliegende Geäst mit Eiskristallen überzogen. Im bewegten Schein unserer 8 Halogenleuchten funkeln die unzähligen Kristalle im nächtlichen Schwarz nun derart, als führe man über ein Meer von Diamanten. Ein bleibender Eindruck - Staunen.
Eine solch phantastische Tour bedarf natürlich auch eines krönenden Abschlusses ... Genau! 4 Unersättliche kehren noch im Feierling ein zwecks Fachsimpelei etc.

So / 08.01.06 / FZ 2h 23min / TZ 3h 13min / 30km
mit dabei: Jens & Artur & bikeXtra

Legende:
FZ = FahrZeit (2h 23min)
TZ = TourZeit (3h 13min)
daraus ergibt sich:
LRUFZ = LaberRhabarberUndFotoZeit (50min)


Jens war am Morgen zum Skilanglaufen und bringt uns ein tolles Foto mit Alpenblick vom Schauinsland/Notschrei mit.
Wir treffen uns mittags zum Mountainbiken. Hinter St. Valentin testen wir einen neuen Trail und enden gottverlassen irgendwo im tiefen Wald. Statt eines Weges entdecken wir ein Zelt. Ich werde vorgeschickt, um hineinzuspähen. Hallo? Leer! Uff. Wir kehren dem verlassenen Lager den Rücken und begeben uns auf einen rutschigen Abstieg.
Später, weiter oben, Richtung Brombergsattel und dann Kohlerhau, hat die Sonne vielerorts den Schnee wiederholt antauen lassen. In der folgenden Nacht gefriert das Wasser und bildet nun zum Teil abschüssige Eisplatten. Wir fahren extrem vorsichtig. Immer fürchten wir diesen dramatischen, kippenden Moment. Doch dann plötzlich: WUSCH! Brutal schnell rutscht das Vorderrad schräg über eine Eisplatte. Alle Muskeln spannen an, maximale Adrenalinausschüttung, Panik in den Augen, bereit für einen schmerzhaften Aufprall! ...
Glück gehabt, gerade noch einmal den Sturz abgefangen.

Mi / 04.01.06 / 1h 58min / 20km / nightride
mit dabei: Jens, Günther, Patrick, Achim, Stefan, Lahmi
Nightride 2006 - die erste Nachttour im neuen Jahr. Im Zickzack fahren wir über Schlossberg und Zähringer Höhe. Günther vermutet sogar den Schokoladenweg in der Nähe; wir haben aber leider keine gefunden. Dann haben wir noch hohen Besuch. Wie passend: GHOST-Team meets Nachtbiken in Freiburg. Bescheiden gliedert sich der Ferrari in die Reihe rostiger Golfs (1-5) ein.

So / 01.01.06 / 3h / 24km
mit dabei: Jens, Artur, Manu und Lahmi
Neujahrstour bei milden Temperaturen bis knapp 10°C. Genüsslich radeln wir über St. Ottilien zum Waldrestaurant Zähringer Burg (Tipp!). Es gibt Kaffee und Kuchen. Wir reden über alte, neue und geplante Geschichten, über Sylvester, Alpenüberquerer, Bikerpärchen, Trainingslager, Saarländer, Siedler von Catan, Beruf, Bekannte, Familie, Rappenecker Hütte, Western von Gestern, ... und über 2006.

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